Kuere2021jpg küre jost

Fröid ha...!

Steine hei ä ungloublechi Chraft und Magie. Ihri Farbe si troumhaft. I bi überzügt, dass Steine "läbe". Jede einzeln vo ihne verzeut üs vo sire jahrmillione länge Wanderig, mir müesse üs nume Zit näh häre ds lose! U we ä Stei nid wott hei treiht wärde, de finge mir dä gar nid. Si chöme zu üs, nid umgekehrt.

Nicht nur die Formen und Farben hatten es mir seit Kindheit angetan. Immer bestaunte ich die hohen gebohrten Steintürme, hätte auch gerne welche gebaut.

Die vorzeitige Pensionierung brachte das Glück, vermehrt der Aare oder Emme entlang spazieren zu dürfen. Und immer wurde der eine oder andere Stein nach Hause getragen. Und bald einmal entstand der Wunsch, mit diesen Steinen etwas Kreatives zu gestalten.  Aus den kleinen schüchternen Steintürmchen wurden mittleweile Engel, mein absolutes Lieblingsmotiv.
So wie sich meine kleinen Steintürmchen nie mit ihren grossen Kollegen messen wollen, möchten sich meine Seiten nicht mit ihren professionellen Kollegen messen. Aber Engel flattern auch auf bescheidenen Seiten durchs WeltWeiteWeb. Zudem hat's den Vorteil dass alles übersichtlich bleibt und man sich bald einmal "durchgelesen" hat.

Meine Werke aus Steinen und Schwemmholz etstehen nicht aus finanziellen Ueberlegungen, sondern aus reiner Freude. Aus Freude an der Natur, aus Freude an den Dingen die mir der Fluss schenkt, aus Freude am Verarbeiten dieser Schätze und nicht zuletzt aus Freude an der Freude derjenigen, welche meine Werke mit nach Hause tragen.

Und nebst der Freude habe ich zwei weitere Dinge gelernt. Die Ehrfurcht vor der Natur, und die Dankbarkeit. Dankbarkeit, all diese Farbenpracht und Formen der Steine sehen und fühlen zu dürfen. Und ich lernte wieder staunen.

- Staunen, wenn der Nebel die Steine am frühen Morgen glitzern und glänzen lässt.
- Staunen, wenn ein grüner Stein beim Bohren rot "blutet".
- Staunen, wenn man einen Stein in Händen hält der vulkanischen Ursprung hat und Millionen von Jahren unterwegs ist.
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"Unter hohen Kosten reisen wir immer wieder durch die Welt, bestaunen die hohen Berge, die tiefen Täler und den Ozean. Was wir jedoch nicht sehen, ist der Tautropfen am Grashalm neben unserer Türe"